Der Wiener Stephansdom

Europas SehsnwürdigkeitenDer Wiener Stephansdom im gotischen Baustil oder auch von den Einheimischen liebevoll „Steffl“ genannt, ist Kulturgut, Wahrzeichen von Österreich, Bauwerk, Kirche und natürlich Touristenmagnet.

Täglich finden im Stephansdom mehrere Gottesdienste statt, trotzdem wird der Dom eher als Schatzkammer der Architektur gesehen, statt als Gotteshaus. Alles, was das Auge im Äußeren und Inneren zu erfassen vermag, erzählt eine tiefe Geschichte. Eine Führung und Besichtigung ist jedem nahezulegen, da die Details und Besonderheiten sonst nicht zu erkennen sind. So zum Beispiel das neben dem Tor eingeritzte „05“, dessen Bewandtnis im Zweiten Weltkrieg liegt. Es stammt von einer Widerstandsgruppe gegen Hitler, es bedeutet OE (E ist der 5, Buchstabe im Alphabet). Auch der „Zahnschmerzgott“ wird sich keinem ohne Erklärung erschließen – er ist in der Turmhalle im Norden abgebildet. Der „Zahnschmerzgott“ hat früher drei Ganoven mit Zahnschmerzen gezüchtigt und schützt seitdem die „Guten“ vor den Schmerzen.

Während des Krieges fiel der Stephansdom einem verheerenden Brand zum Opfer und wurde von den Österreichern in gerade einmal 7 Jahren wieder aufgebaut. Durch diese symbolträchtige Gemeinschaftsarbeit wurde diese Sehenswürdigkeit aus Europa zum Wahrzeichen des Landes.

Der erste Bau des Doms, er ist etwa 110 m lang und knapp 70 m breit, erfolgte zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert und war in etliche Bauabschnitte gegliedert.

Das, was einen unter dem Dachgewölbe erwartet, ist Gigantismus pur: Torbögen, Altare, kleinere und größere Kapellen. Doch die Faszination der Kirche wird von Österreich auch etwas kommerzialisiert.

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